Jeder Pferdebesitzer versucht wirklich alles, sodass es dem geliebten Vierbeiner gut geht. Was ist das richtige Futter für mein Pferd? Wie ist die richtige Haltung? Wie passe ich das Training richtig an? Es gibt doch einiges zu beachten, sodass sich dein Pferd wohl fühlt. 

Aber was ist denn nun die Antwort auf die ganzen Fragen? Hier kommen wir zu dem Knackpunkt. Dies ist gar nicht so leicht zu beantworten. Jedes Pferd ist sehr individuell, es gibt  Rassespezifische Besonderheiten, aber auch die Region in der das Pferd gehalten wird hat Einfluss auf die Bedürfnisse im Futter.

“Ich bin als kleines Mädchen direkt neben einem Gestüt aufgewachsen und wurde direkt mit dem Pferdevirus infiziert. Ich war jeden Tag auf dem Gestüt und hatte ein Pflegepony, mit dem ich die beste Zeit verbringen durfte. Mit 22 erfüllte ich mir den Traum vom eigenen Pferd. Als ich dann meinen Freund Patrick kennen lernte und er ebenso verrückt nach Pferde war wie ich, hätte mein Leben nicht schöner werden können.

Fakt ist, ausreichend Raufutter ist das A und O. Darunter versteht man Heu, Gras, Heulagen, Silage und Stroh. Allgemein gilt pro 100 kg Körpermasse Pferd sollten 2 kg Raufutter gefüttert werden. Weiterhin ist zu beachten, dass desto höher der Wassergehalt in Raufutter, desto mehr sollte aufgenommen werden.

Wie sieht es mit Müsli und Hafer aus? 

Das ist unter den Pferdehaltern ein großer Streitpunkt die einen schwören auf Hafer, die anderen verteufeln es. Manche füttern getreidefreies Kraftfutter, was häufig besser von Pferden vertragen wird. Viele sind der Meinung, dass ein Pferd neben Heu keine weiteren Futterzusätze braucht. Dies ist sicher auch der Fall, wenn das Heu hochwertig ist und unter anderem Wiesenkräuter enthält. Der Pferdemagen ist in der Lage seinen kompletten Nährstoff und Energiebedarf mit rohfaserreichem Futter zu decken. Es gibt aber ein Problem, das Klima hat sich die letzten Jahre sehr gewandelt, sodass die Qualität von Raufutter und auch der Nährstoffreichtum nicht mehr gegeben ist.

Wir haben also herausgefunden, dass Raufutter das wichtigste ist und es auch sinnvoll sein kann etwas zu zufüttern. Das Angebot an Kraftfutter ist grenzenlos. Es sollte darauf geachtet werden, dass das Futter ohne Zuckerzusatz oder anderen Zusätzen auskommt. Beachtet hierbei aber auch, wie sehr wird das Pferd bewegt oder trainiert. Je nach Intensität des Trainings ist ein proteinreiches Futter für die Regeneration der Muskeln sehr wichtig. So können Verspannungen der Muskulatur und Stress beim Training vermieden werden. 

Bei der Fütterung ist es besonders wichtig, dass keine langen Fresspausen entstehen. Der Pferdemagen produziert ununterbrochen Magensäure und diese wird mit dem Speichel, der nur beim Kauen entsteht, neutralisiert. Hat das Pferd sehr lange Fresspausen greift die Magensäure die Schleimhäute im Magen an und es kommt zu Verdauungsproblemen oder sogar Magengeschwüren. Dies sollte dringend vermieden werden, indem das Raufutter über den Tag hinweg auf mehrere Portionen gefüttert wird. Heunetze, Heuraufen und Stroh als Einstreu sind hier sehr hilfreich. Die Umsetzung ist aber wieder dem Pferdebesitzer selbst überlassen.

Braucht mein Pferd ein Mineralfutter? Die Antwort hierauf ist ebenfalls JAEIN! Dies ist sehr abhängig von der Region, der Bodenbeschaffenheit und auch der Heuqualität. Generell ist es sinnvoll ein Mineralfutter dazu zu füttern, gerade Spurenelemente wie Zink, Selen, aber auch das ein oder andere Vitamin werden nicht ausreichend aufgenommen und es entsteht ein Mangel. Wichtig bei dem Mineralfutter ist eine hohe Bioverfügbarkeit, natürliche Vitamine, organische Spurenelemente und ein ausgeglichenes Mineralienverhältnis. 

Zuletzt ist noch sicher zu stellen, dass dein Pferd jederzeit Zugang zu sauberem und einwandfreiem Trinkwasser hat. Das sollte aber selbstverständlich sein 😉 

 

Solltet ihr Fragen haben, nahezu jeder Futtermittel-Anbieter bietet telefonische Beratung an. Hier kann man die bisherige Futterversorgung seines Pferdes besprechen und sich Verbesserungsvorschläge einholen. Sollte das Pferd ein gesundheitliches Problem haben, empfiehlt es sich den Rat eines Tierarztes einzuholen, aber auch hier kann eine Futtermittel-Beratung hilfreich sein. 

 

Mit diesem Artikel haben wir versucht ein kleinen Überblick über die Pferdefütterung zu geben. Da dieses Thema doch sehr umfangreich ist, ist das nur ein kleiner Ausschnitt und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.