Es ist ein schönes Bild, dass unsere Pferde wieder auf den Weiden grasen dürfen. Allerdings wachsen auf Wiesen nicht nur Pflanzen die gesund sind. Es gibt auch einige Giftplanzen die sehr schädlich für dein Pferd sein können. Es ist wichtig einige Giftpflanzen im Vorfeld zu erkennen, um dein Pferd schützen zu können. 

Einigen Giftpflanzen sollte jedoch besondere Aufmerksamkeit entgegengebracht werden, da sie teilweise bei der Heuernte mitverarbeitet werden und ihre Toxizität nicht durch die Trocknung verlieren. Die häufigsten Pflanzen auf die es zutrifft stellen wir im Folgenden kurz vor.

Gefleckter Schierling

Der Gefleckte Schierling zählt zu einen der giftigsten einheimischen Pflanzenarten. Er wächst an Wegen, auf Äckern und Weiden und blüht von Juni bis September. Die Pflanze kann leicht mit ähnlich aussehenden Doldenblütlern wie Kerbel oder Petersilie verwechselt werden. Beim Verzehr kann es beim Pferd zu Muskelschwäche, erhöhtem Puls, Lähmungen und Krämpfen kommen. In höheren Dosen führt er durch Atemlähmung zum Tod. Vereinzelnd kann es dazu kommen, dass er im Heu enthalten ist.

Jakobskreuzkraut 

Das Jakobskreuzkraut ist eine der giftigsten Pflanzen für Pferde und wächst an Waldrändern, Wegrändern und Brachflächen. Seit wenigen Jahren ist sie auch vermehrt auf den Weiden zu finden. Daher kann sie in Heu oder Heulagen vorkommen und durch Trocknung verliert das Kraut die Toxizität nicht. Die enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide führen zu starken Lebervergiftungen. Symptome sind Futterverweigerung und Gewichtsverlust, blutiger Kot, Unruhe, Taumeln, Koliken und Krämpfe. 

Adlerfarn

Adlerfarn wächst vor allem an Waldrändern und zählt zu den weniger giftigen Pflanzen. Durch die Aufnahme von Adlerfarn wird das Vitamin B1 im Körper inaktiv. Hierdurch zeigt dein Pferd Symptome wie Appetitlosigkeit, verringerte Herztätigkeit und allgemeine Schwäche. Weiterhin enthält die Pflanze krebserregende Stoffe und ist über längeren Zeitraum sehr gesundheitsschädigend.

Johannsikraut

Johanniskraut ist überwiegend an Waldrändern zu finden aber auch auf feuchteren Wiesen. Es zählt auch zu den weniger giftigen Pflanzen, dennoch sind einige Inhaltsstoffe wie Gerbstoffe und das phototoxische Hypericin sehr gesundheitsschädigend für das Pferd. Es führt zu pigmentierten Hautstellen, wodurch Sonnenbrand begünstigt werden kann, weiterhin sind Entzündungen und Schwellungen im Maulbereich ein Symptom.

Herbstzeitlose

Die Herbszeitlose ist vermehrt auf Wiesen in südlichen Regionen zu finden. Die Pflanze ist sehr giftig und kann leicht mit Bärlauch verwechselt werden. Nach dem Verzehr können Symptome wie Appetitlosigkeit, Koliken, Kreislaufstörungen und starker Speichelfluss auftreten. Die Vergiftungserscheinungen treten teilweise erst nach einigen Stunden auf, wodurch hier besonders schnell gehandelt werden sollte.

Wie kann ich mein Pferd schützen?

Der Magen-Darm-Trakt des Pferdes ist sehr empfindlich, daher können teilweise schon geringe Mengen an unverträglichem Futter zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Natürlich ist Vorbeugung der beste Schutz, werden die Giftpflanzen jedoch mit dem Heu verzehrt ist es wichtig Symptome frühzeitig zu erkennen und zu handeln. 

Die Anzeichen einer Vergiftung sind sehr vielfältig und können von Verhaltensauffälligkeiten, über Atemprobleme, Koliken, blutiger Stuhlgang, starker Speichelfluss und Appetitlosigkeit, bis hin zu unregelmäßiger Herztätigkeit und Nervenschäden reichen. Es ist wichtig sein Pferd gut zu kennen und bei Auffälligkeiten, das Heu und auch die Weiden zu kontrollieren. In akuten Fällen sollten vermeintliche Giftquellen ausfindig gemacht werden und das Pferd sollte direkt durch einen Tierarzt entsprechend behandelt werden.

Dies ist ein erster Überblick über Giftpflanzen, informiere dich regelmäßig über das Thema. Sollten weitere Fragen oder Unsicherheiten auftreten, oder sollte dein Pferd eine unbekannte Pflanze gefressen haben und Symptome zeigen, hole dir immer den Rat eines Tierarztes.

(Diese Übersicht wurde nach besten Wissen und Gewissen erstellt und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ferner werden die Angaben ohne Gewähr gemacht.)